DARK MATTER IS EVERYWHERE. THEY CALL IT THE INVISIBLE
Public Art Project München 04 / 2018 - 04 / 2019
DUNKLE MATERIE ist überall. Sie ist im Weltraum, in den Meeren, in unseren Zellen. Sie durchdringt unser Universum, und sie macht den größten Teil der materiellen Wirklichkeit aus – und wir können sie nicht sehen.
Die unsichtbare Materie ist eine Wirklichkeitsvorstellung, die auf einer wissenschaftlichen Theorie basiert. Wenn ich mir ein Bild von etwas mache, ist es schon Teil meiner Wirklichkeit geworden. Unterliegt das Unsichtbare denselben formalen Gesetzen wie die sichtbare Welt?
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DARK MATTER is everywhere. It is in space, in the oceans, in our cells. It permeates our universe and makes up the vast majority of material reality – yet we cannot see it.
Invisible matter is a reality model based on a scientific theory. When I form a mental image of something, it has already become part of my reality. Is the invisible subject to the same formal laws as the visible world?

Von April 2018 bis April 2019 waren im Großraum München auf 800 City Light- und 1000 18/1 Großflächen 3 Motive aus dem Bilderzyklus „DARK MATTER“ zu sehen. Sie tauchten auf und verschwanden nach ein oder zwei Wochen wieder, um dann an irgendeinem anderen Ort einige Zeit später wieder sichtbar zu werden. Ein kurzes Aufblitzen aus dem Unbekannten. Ein Versuch, auf die uns umgebende unsichtbare Wirklichkeit hinzuweisen.
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From April 2018 to April 2019, three images from the ‘DARK MATTER’ series were on display across the Greater Munich area on 800 City Light billboards and 1,000 18/1 large-format billboards. They would appear and then disappear again after a week or two, only to reappear some time later in a different location. A brief flash from the unknown. An attempt to draw attention to the invisible reality that surrounds us.
Gefördert von der Hoffmann City Media GmbH, ihres Online-Buchungsportals m-plakat.de, Freie Radikale und Staudigl-Druck (staudigl-druck.de).

Die Kosmologie beschäftigt schon seit den 1930er Jahren mit der Idee der Dunklen Materie. Man geht davon aus, daß unser Universum zu nur 4,6 % aus uns bekannter, sichtbarer Materie (sog. baryonischer Materie) besteht, zu 71,4 % aus dunkler Energie und zu 24 % aus dunkler Materie. DUNKLE MATERIE oder ‘THE INVISIBLE’ ist unsichtbar, da sie nicht mit Licht wechselwirkt, jedoch über die Gravitation, weshalb man sie der Materie zuordnet. Sie wird als „dunkel“ bezeichnet, weil wir nicht wissen, worum es sich genau handelt. DUNKLE MATERIE wirkt sich massiv auf die sichtbare Welt aus. Zum Beispiel ist die Geschwindigkeit, mit der Sterne das Zentrum ihrer Galaxien umkreisen, auch in den Außenbereichen deutlich höher, als man es allein auf Grund der Gravitation der Sterne, Gas- und Staubwolken erwarten würde. Auch für die beobachtete Stärke des Gravitationslinseneffekts wird Dunkle Materie postuliert. Es muss also noch etwas existieren, das massive Gravitation besitzt. Man geht davon aus, daß die DUNKLE MATERIE überhaupt erst dafür sorgte, daß sich nach dem Urknall erste Moleküle, Planeten, Sterne, ja das ganze Universum bilden konnten, denn die Gravitation der uns bekannten Materie wäre viel zu schwach, um alles zusammenzuhalten.
Was wir Realität nennen, ist also nur ein winzig kleiner Ausschnitt der gesamten materiellen Wirklichkeit des Universums. Wie würde das Unsichtbare aussehen, wenn wir Augen dafür hätten? Die Beobachtung, daß der Mensch nur als Realität wahrnimmt, was er mit seinen Sinnen erfahren kann und die Frage, wodurch diese Wahrnehmung verändert werden kann, war der zugrundeliegende Impuls für diese Arbeiten.
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Cosmology has been exploring the idea of invisible matter since the 1930s. It is assumed that our universe consists of only 4.6 per cent of the visible matter we are familiar with (so-called baryonic matter), 71.4 per cent of dark energy and 24 per cent of dark matter. DARK MATTER, or ‘THE INVISIBLE’, is invisible because it does not interact with light, but it does interact via gravity, which is why it is classified as matter. It is described as ‘dark’ because we do not know exactly what it is. DARK MATTER has a massive impact on the visible world. For example, the speed at which stars orbit the centre of their galaxies is significantly higher, even in the outer regions, than one would expect based solely on the gravity of the stars, gas and dust clouds. Dark matter is also postulated to explain the observed strength of the gravitational lensing effect. So there must be something else that possesses massive gravitational pull. It is assumed that DARK MATTER was responsible in the first place for enabling the first molecules, planets, stars – indeed, the entire universe – to form after the Big Bang, because the gravity of the matter we know would be far too weak to hold everything together.
What we call reality is therefore only a tiny fraction of the universe’s entire material reality. What would the invisible look like if we had eyes to see it? The observation that humans perceive as reality only what they can experience through their senses, and the question of how this perception can be altered, provided the underlying impetus for this body of work.







