
(Photo: Ruppenentwien)
There is no matter, there only is form.The world is a relationship structure from which observers can't easily extract themselves. Prof. Dr. Hans-Peter Dürr, Physicist
Change of State
or for information on risks and side-effects
Mareike Dittmer
Where textures meet surface, colours divide form, planes in space overlap, they are creating intervals rather than continuity. Frozen moments of attempts in classification, evoking impressions from natural science textbooks reloaded with a dash of magical thinking. Like a future past cocktail constructed from memories stored in chemical formulas. The prevailing shades of white are triggering lab associations, clinical test arrangements for a change of state to happen any moment. Coloured bars mimic diagrams. Molecular structures seem to improvise routes to equilibrium. Cuts disclose inner structures and patterns are luring like tentacles, linking chemistry to essence somewhere on the way into being.
The titles of the work underline the transitional character, the circling around the ‘enigmatic interstice of existence’ (Ena Oppenheimer) and the insistence on ambiguity and intuition as productive modes of questioning the so-called reality. It’s a path that leads along borderlines rather then into a centre, to moments of irritation and uncertainties, defying definition. Strange matter shimmering in pastel tubes is holding all the answers, available on prescription.
CONTACT me@enaoppenheimer.de
NEWS //
ZOON
(griechisch. Lebewesen, Tier)
Alles verändert sich unaufhörlich. Was ist ein Lebewesen, eine Form – wo liegt die Grenze zwischen dem Ich und der Welt? Platon setzt die Form mit einer Idee gleich. Wenn Leben Veränderung bedeutet, wäre dann auch die zugrundeliegende Idee der Evolution die Veränderung und nicht Optimierung, wie wir immer gerne glauben?
//
ZOON (greek. living being, animal)
Everything is constantly changing. What is a living being, a form – where is the boundary between the self and the world? Plato equates the form with an idea. If life means change, then wouldn't the underlying idea of evolution also be change and not optimisation, as we always like to think?
19.10.2023 - 29.02.2024
KUNST AM CAS / BLACK HOLES AND WISHING MACHINES
Ena Oppenheimer im Dialog mit Dr. Ingmar Saberi, CAS Researcher in Residence | Mathematical Physics and String Theory
Kunst am CAS – Ena Oppenheimer / Black Holes and Wishing Machines
Ein Film von und mit Markus Sattler
Click here to See full video on youtube
Mitwirkende: Ena Oppenheimer, Dr. Ingmar Saberi | Redaktion: Dr. Lena Bouman, Dr. Annette Meyer, Markus Sattler | Audio und VFX: Erik Keller | Musik: Ray Moore | Fotos und Bildmaterial: Karl Kempf, Ena Oppenheimer VG Bild-Kunst, Siegfried Wameser | Die Podcast-Reihe „Kunst am CAS“ ist eine Gemeinschaftsproduktion des © Center for Advanced Studies (CAS) und der © UniGalerie LMU München
DARK MATTER – THE INVISIBLE
A vision of reality based on a scientific theory. What is real and what is the poetry behind the unsolvable questions about reality?
Die Tatsache, dass Ena Oppenheimer in ihrer Malerei die Form seziert, erforscht und zugleich zelebriert, geht auf ein persönliches und prägendes Erlebnis aus ihrer Kindheit zurück. „Ein Schockzustand – durch einen Unfall hervorgerufen – katapultierte mich in einen Wahrnehmungszustand der Körperlosigkeit.“ sagt die Künstlerin. „In der darauffolgenden Zeit hatte ich immer wieder kurze Momenterlebnisse, wo ich den Eindruck hatte, meine Körperhülle kehre sich um und ich selbst würde zur Umgebung.“
Ein Erlebnis, das in ihr die Synästhesie und stereoskopische Wahrnehmung verband und sie die Form und Materie als etwas sehr Lebendiges und Variables erleben ließ, wurde letztendlich auch zum Thema ihrer Kunst. Die Frage, die Ena Oppenheimer in ihrer aktuellen Serie Change of State sich selbst und den Betrachtern ihrer Bilder stellt, lautet: Haben auch Emotionen und Gefühle Form? Mit dieser Frage suchte Ena Oppenheimer den Dialog mit dem Biophysiker Professor Dr. Erich Sackmann, der sich in seiner Forschung mit der Morphogenese (Formentstehung organischer Lebewesen) innerhalb der Evolution und mit dem Sachverhalt beschäftigt, dass Proteine Formen erkennen können und aufgrund dieses Erkennens ihre Form verändern. Es existiert also ein „Fühlen“ auf der molekularen Ebene und dieses Fühlen hat wiederum eine Form, die in der Malerei von Ena Oppenheimer zum erstaunlich klarem und schönen Ausdruck mit einem Hauch von undefinierbarer Morbidität in der Beschaffenheit findet, wie eben alles Lebendige. Auf einem meist neutralem Hintergrund bildet die Künstlerin pulsierend wirkende Zellen, molekulare Farbfeuerwerke mit starken Kontrasten und membranartige Objekte. Schicht für Schicht trägt sie mit höchster Sorgfalt die Ölfarbe auf dem Bildträger auf, bis die Form anfängt zu leben, ihren Zustand ständig zu ändern und unsere Wahrnehmung zu erweitern. Tinatin Ghughunishvili-Brück, Stefan Vogdt/Galerie der Moderne